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Zum ersten Mal sind seit COVID-19 wieder Einsätze von Schweizer Fachpersonen in Laos möglich. Neben der Unterstützung am Krankenbett wurde ein Ernährungsprogramm für Spitalpatienten eingeführt und bei der Erstellung von Schichtplänen geholfen.

Lange war die Kommunikation zwischen dem KSW und Laos nur per Videocall möglich. Aber jetzt waren Ende 2022 endlich wieder zwei Equippen vor Ort. Darunter altgediente Mitglieder wie Käti und Peter Schneider, die nach 10 Jahren ihren letzten von 10 Einsätzen leisteten. Andere, wie Dr. Esther Gerrits, leisteten ihren ersten Einsatz in Laos überhaupt. «Es war unglaublich spannend. Ich konnte vielen Personen helfen und habe Krankheitsbilder gesehen, denen man in der Schweiz schlicht nicht (mehr) begegnet. » erzählt sie. In Laos sind Krankheiten wie Starrkrampf nämlich immer noch verbreitet, auch bei Neugeborenen.

Etwas Ablenkung können die Kinder nach einer anstrengenden Operation gut gebrauchen. Käti Schneider verteilt gespendete Plüschtiere aus der Schweiz.

Schichtpläne in Xienkouang

Während dem Einsatz beraten die Mitglieder der Spitalpartnerschaft ihre laotischen Kolleg:innen, gehen auf Visite und verbessern Abläufe. So konnte Käti Schneider mit der Leiterin der Intensivstation einen neuen Schichtplan für die Pflege einführen. Damit sollen Personalengpässe seltener und die Effizienz gesteigert werden. Das Arbeiten in Schichten ist im Provinzspital in Xienkouang ein Novum – bisher blieb das Personal 24 Stunden im Spital und übernachtete sogar dort.

Dr. Esther ist im ganzen Spital unterwegs. Hier auf Visite bei der Inneren Medizin.

Ernährung auf der Intensivstation

Während einem Spitalaufenthalt in Laos kochen die Angehörigen – eine Spitalküche sucht man hier vergeblich. Aber wenn Patient:innen nicht mehr selbstständig schlucken können, nehmen sie nicht mehr genügend Kalorien zu sich. Kommerzielle Sondennahrung ist für Angehörige schlichtweg unerschwinglich. Mit der Unterstützung der Ernährungsberatung und Diätküche am KSW haben Dr. Esther Gerrits und Douangphansy Baumann darum ein spezielles Rezept aus lokal erhältlichen Zutaten entwickelt. So kann das Spitalpersonal eine optimale Ernährung gewährleisten.