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Beide Spitäler tragen eine grosse Verantwortung für die Bevölkerung und entwickeln sich ständig weiter. Um auch in Zukunft eine gute Gesundheitsversorgung in ihrer Region gewährleisten zu können, setzen beide Spitäler auf einen Neubau. Diese Neubauten haben viele Gemeinsamkeiten, es gibt aber auch Unterschiede.

Phonsavan

Der Neubau bedeutet für das Provinzspital Xiengkhouang einen grossen Schritt nach vorn. Technische Neuerungen wie automatisierte Laboranalysegeräte bringen neue Diagnosemöglichkeiten – das spart wertvolle Zeit und ermöglicht genauere Ergebnisse, bedeutet aber auch viel Aufwand. Erste Schulungen in Vietnam mussten wegen der COVID-19-Krise vorerst aufgeschoben werden. Frau Khamfong Vilaichan, die den Umzug des Labors leitet, macht sich deswegen aber keine grossen Sorgen. «Die neue Arbeitsumgebung ist komplex, aber das ist
kein grosses Problem – wir können uns anpassen und lernen. Dass wir das Blut zum Testen nicht mehr in die Hauptstadt schicken müssen, ist jedenfalls ein grosser Vorteil. »

Das neue Hauptgebäude des Provinzspitals Xiengkhouang ist fast fertig

Auch Dr. Kongsaeng Traikeophithoune, Leiter Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin, freut sich auf den Neubau. «Wir haben grössere Räume, Lifte, und der gesamte Bau ist sehr durchdacht. Und vor allem haben wir endlich für fast jedes Patientenbett einen eigenen Monitor.» Bereits jetzt planen er und sein Team, wie die Patientinnen und Patienten von der bisherigen Intensivstation in jene im Neubau ziehen können. «Wenn sie zu schwach sind für den Weg, werden wir sie im alten Gebäude weiterpflegen, bis es ihnen besser geht.»

Winterthur

Nach rund zehn Jahren Planungs- und Bauzeit steht er: der KSW-Neubau. Über 2000 Menschen arbeiteten auf der Baustelle, um das komplexe Gebäude fertigzustellen. Die vielen Einzelzimmer sind aber nicht nur Luxus, sondern erleichtern auch die Betreuung. Bis zur Eröffnung war es aber kein leichter Weg. Bereits Monate vor der Inbetriebnahme machten sich die Chirurginnen und Chirurgen mit dem neuartigen und komplizierten Hybrid-OP vertraut. «In den neuen Operationssälen, die mit modernster Technologie ausgestattet sind, lassen sich auch immer mehr komplizierte Operationen minimalinvasiv und damit schonender vornehmen », freut sich Prof. Dr. med. Stefan Breitenstein. Das wiederum entlastet die Mitarbeitenden in der Pflege, die sich um die stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten kümmern. Diese hat man einzeln nacheinander ins neue Gebäude gebracht – ganze vier Tage dauerte das. Dafür musste der Spitalbetrieb nicht unterbrochen werden.